Auf eine gute Nachbarschaft

Mischkulturen richtig anpflanzen

Wer Obst und Gemüse in Einzelkulturen pflanzt, der stellt sich der Gefahr von Infektionen und Schädlingsbefall. Denn trifft es einen, dann liegt es nahe, dass schon bald das gesamte Beet betroffen ist. Mischkulturen stellen eine gute Alternative dar. Sie erzeugen ein günstiges Mikroklima und richtig zusammengestellt, unterstützen sie sich beim Wachstum und bringen so mehr Ertrag.

Die Natur macht es vor

In der Natur wächst zusammen, was zusammen gehört. Über viele Jahre hinweg haben sich Nachbarschaften entwickelt, die gut nebeneinander gedeihen können. Haben sich doch einmal zwei Partner getroffen, die sich nicht ganz grüne sind, dann dauert es meist nicht lange bis einer den anderen verdrängt. Im Garten versuchen wir durch Mischkulturen die positiven Eigenschaften einer gelungenen Nachbarschaft zu nutzen.

Dabei steht das „Wer mit wem“ an erster Stelle. Frei nach Darwins „Survival of the Fittest“ ist der Konkurrenzkampf in der Pflanzenwelt um Wasser, Licht, Nährstoffe und Platz an sich schon sehr präsent. Falsche Zusammenstellungen können dann zudem Druck ausüben und das Wachstum der einzelnen Pflanzen behindern. So sind die Wurzelausscheidungen und Düfte einiger Pflanzen für andere schädlich. Doch mit dem richtigen Partner werden diese als Unterstützung empfunden.

Roma-Tomate ‚Conqueror, veredelt‘

Strauchbasilikum ‚Magic White‘

Unterschiede ziehen sich an

Ein gutes Wechselspiel von Geben und Nehmen bereichert jede Partnerschaft – so auch bei grünen Nachbarschaften. Pflanzen, die Nährstoffe in unterschiedlichen Mengen benötigen und aufnehmen, stehen sich bei der Nährstoffaufnahme weniger im Weg und gedeihen somit gut nebeneinander. Andere Pflanzen geben bestimmte Substanzen ab, die ihre Beetpartner zum Wachstum anregen.

Diese Wechselwirkungen finden ober- und unterirdisch statt. Der Kürbis ist ein Schattenliebhaber und verträgt es somit im Schatten des Sonnenanbeters Mais zu stehen. Möhren als Tiefwurzel passen gut zum Flachwurzel Salat und Erbsen wachsen auch noch gut neben dem Starkzehrer Kohl.

Tipp: Auch gute Nachbarn brauchen ihren Freiraum. Beachte also die spätere Wuchsgröße Deiner Pflanzen und lasse ihnen schon von Beginn an genügend Platz zum Wachsen.

Unterstützung durch Schädlingsabwehr

Pflanzen können durch ihre Ausscheidungen oder Düfte die Schädlinge ihrer Nachbarn verjagen. Dabei gilt es nur zu beachten, keine Nachbarn zu pflanzen, die die gleichen Schädlinge anziehen. Diese könnten sich ansonsten munter auf den Pflanzen vermehren und Schädlingsnester bilden. Zwiebeln und Möhren ergänzen sich sehr gut, da sie die Möhren- bzw. Zwiebelfliege fern halten.

Auch ungünstige Vormieter können die Ernte mindern

Nicht nur die Auswirkungen direkter Nachbarn sollte man beim Anbau einplanen, auch mögliche Vormieter können „schlechte Nachbarn“ darstellen. Schließlich können für die darauf folgenden Pflanzen schädliche Stoffwechselprodukte der Vorgänger noch im Boden enthalten sein.

Nicht jeder Gärtner hat ein Elefantengedächtnis und schon ein paar Notizen helfen, um trotzdem den Überblick zu behalten. Wer einen Anbauplan für die aktuelle Saison und die folgenden anlegt, der weiß was er wann gepflanzt hat und welches Gemüse oder Obst darauf folgen kann.

Aroma-Erdbeere ‚Rosana®‘

Schnittlauch ‚Staro‘

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