Die richtige Pflege für Deine Minze

So hast Du lange Freude mit Deiner Minze

Minzen finden sich in fast allen Gärten und in vielen Rezepten. Ihre Blütezeit beginnt im Juli und setzt sich bis in den Herbst fort. Dabei finden sich sehr viele bunte Falter, Bienen, Hummeln und auch nützliche Insekten wie die Läuse-fressenden Schwebfliegen an. Sie sind daher ideal für Naturgärten und Kräuterbeete. Es gibt Minzen mit unterschiedlichsten Aromen und Düften, sodass bei Liebhabern eine Sammelleidenschaft nicht unwahrscheinlich ist. Ob Schokoladen-Minze ‚Chocolate‘, Cocktail-Minze ‚Mojito‘ oder Erdbeer-Minze ‚Almira®‘, jedes Pflänzchen verspricht eine eigene Aromawelt.

Minze ist fast überall zufrieden

Apfel_Minze Pomo

Apfel-Minze ‚Pomo‘

Im Kräuterbeet, Hochbeet, auf dem Balkon, der Terrasse oder in der Küche – es gibt wohl kaum einen Ort, wo sich Minzen nicht wohlfühlen. Sie sind  robust, anspruchslos, meist winterhart und mit der richtigen Pflege sehr wüchsig. Kleine Tipps für den perfekten Standort gibt es trotzdem. Halbschattige bis schattige Plätze werden bevorzugt. Zu viel Sonne vertragen die Pflänzchen nämlich nicht. Zudem sollte der Boden eher feucht und dabei sandig oder auch lehmig sein.

Genügend Wasser und sparsames Düngen

Wie schon erwähnt mögen Minzen einen feuchten Boden. Deshalb sollte die Erde nicht austrocknen. Dies kann in Töpfen recht schnell passieren. Somit sollte regelmäßiges Gießen zu Deinen Pflegemaßnahmen gehören. Achte jedoch darauf, dass überschüssiges Wasser durch ein Abzugsloch im Boden des Topfes abfließen kann. Minzen mögen keine Staunässe!

Verwendest Du direkt beim Einpflanzen spezielle Kräutererde mit Langzeitdüngern, dann brauchst Du Deine Pflänzchen nicht mehr zusätzlich düngen. Denn ihr Aroma wird durch sparsames Düngen kräftiger.

Pflege

Die meisten Minz-Sorten wie die Orangen-Minze ‚Granada‘ sind winterhart und überstehen unsere Winter recht problemlos. Sollte es aber doch einmal ziemlich kalt werden, kannst Du Deinen Pflänzchen mit einer Schutzschicht aus Reisig durch die kalte Jahreszeit helfen.

Minzen benötigen normalerweise keine Korrekturschnitte. Fühlen sie sich bei Dir so wohl, sodass sie zu stark wuchern, kannst Du die Triebe einfach einkürzen.

Cocktail-Minze Hugo

Cocktail-Minze ‚Hugo‘

Ernte und Verwertung

Durch regelmäßiges Ernten förderst Du den Austrieb. Dabei kannst du die Blätter oder jungen Triebe vor der Blüte ernten. Der typische Minzgeschmack entsteht durch die ätherischen Menthol-Öle in den Blättern. Sie wirken anregend und erfrischend. Deshalb wird Minze gerne für Getränke wie Tees, Cocktails oder Limonaden verwendet. Aber auch Desserts oder kräftige Minzsaucen lassen sich mit diesem Heil- und Würzkraut verfeinern. Ein bisschen Vorsicht ist dennoch geboten. Der anregende Charakter des Würzkrauts mag zwar ansteckend sein, jedoch kann sich eine Überdosierung auf den Kreislauf auswirken.

Ernten kannst Du Deine Minze am besten an einem sonnigen Vormittag. Dann ist der Aromagehalt in den Blättern am höchsten. Du kannst die Blätter direkt frisch verarbeiten oder trocknen lassen. Dafür bündelst du ein paar Triebe und hängst sie kopfüber an einen luftigen, schattigen und vor Regen geschützten  Platz auf. Dort können sie langsam trocknen. Später löst du die Blätter von den Stielen und lagerst sie trocken bis Du sie zum Beispiel für einen heißen Tee verwendest.

Pflanzenprofi-Tipp

Minzen breiten sich durch Wurzelausläufer rasch aus und können schnell ganze Beete durchziehen. Eine Begrenzung ist deshalb dringend angebracht. Am besten pflanzt Du sie auch in Beeten in versenkte Gefäße mit einem Loch für den Wasserabzug. Pass auf, dass sie nicht darüber hinaus wachsen.

Minze ist nicht gleich Minze!

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