Drei Wege Chilis haltbar zu machen

Chilis Peperoni haltbar selber machen

Ernteüberschuss? Chilis haltbar machen!

Chilis im Garten und auf dem Balkon gehören bei Urban Gardenern und erprobten Hobbygärtnern zur absoluten Grundausstattung. Die kleinen scharfen Früchte gedeihen zuverlässig im Beet und im Topf und machen mit ihren bunten Farben auch optisch was her. Doch wenn die Erntezeit da ist und man die ersten feurigen Gerichte von Thai- über Tex-Mex bis zur karibischen Küche durchprobiert hat, stellt sich die Frage: was passiert mit dem Rest der reichen Ernte?

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Die richtige Sorte, die richtige Methode

Im Interesse unserer Magenschleimhaut wollen wir mal nicht alles auf einmal wegputzen. Bei den härteren Sorten unseres Drachenfeuer-Sortiments, wie dem Habanero-Chili ‘Calita® Orange‘ oder – noch schlimmer – dem Indischen Dorset Naga Chili ‘Cresto‘ werden die meisten mit diesem Plan ohnehin nicht weit kommen… Im Sortiment ist aber für jeden etwas dabei – egal ob Warmduscher, Abenteurer oder Feuerspucker.

Um auf Dauer immer bekömmliche Dosen der eigenen Chili-Ernte parat zu haben, muss man die Früchte also haltbar machen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und auch hier ist für jeden – je nach Grad der Küchenerfahrung bzw. Faulheit – die richtige Methode dabei. Und mit der Auswahl der richtigen Sorte kannst Du Dir den passenden Schärfegrad selbst aussuchen. Wir haben Dir hier ein paar Vorschläge zusammengestellt.

1 | Chilis trocknen und Chilipulver selber machen

Also einfacher geht’s wirklich nicht. An einem trockenen, gut durchlüfteten Ort trocknen Chilis ja fast von selbst. Du breitest Deine Ernte – zum Beispiel vom Topf-Peperoni ‚Apache‘ – einfach auf Küchenpapier aus (die Früchte sollten sich nicht gegenseitig berühren) und wendest Sie täglich. Alternativ kannst Du mit Nadel und Faden die Stiele durchstechen und Deine Chilis quasi an der Leine aufhängen. Nach 3-4 Wochen müssten sie durchgetrocknet sein. Du erkennst, ob sie trocken sind, wenn die Früchte ganz leicht und brüchig sind. Sollten sie noch weich sein, warte besser nochmal 1-2 Wochen. Bei dickfleischigen Sorten, wie der Jalapeno-Chili ‘Samira® Shiny‘ lohnt es sich, die Früchte im Ofen zu trocknen. Dafür kannst Du die Früchte einfach bei 50-70° mehrere Stunden im Ofen lassen, bis sie getrocknet sind.

Chilis selber trocknen Chilipulver

Die getrockneten Chilis kannst Du nun luftdicht in einer Dose oder einem Gefrierbeutel mehrere Monate aufbewahren. Oder Du gehst noch einen Schritt weiter und verarbeitest sie direkt im Mörser zu groben Chiliflocken oder in der elektrischen Kräutermühle zu Chilipulver. Die Stiele müssen natürlich vorher entfernt werden! 😉

2 | Jalapeno-Scheiben einlegen

Natürlich kann man jede Chili-Sorte einlegen. Aber die dickfleischigen Jalapenos werden für diese Methode besonders gerne verwendet und gehören in dieser Form zu den Basiszutaten eines jeden Szene-Burgerladens. Und wie immer sind die selbstgemachten die leckersten!

Zutaten

sauer eingelegte Jalapeno Scheiben

So geht’s

  1. Wasser, Essig, Zucker und Salz in einen Topf geben und aufkochen.
  2. Fünf oder sechs Marmeladengläser mit kochendem Wasser sorgfältig ausspülen.
  3. Die Chilis gut waschen, in 5mm dicke Scheiben schneiden und in die Gläser füllen. Je nach Geschmack eine Knoblauchzehe und/oder 2-3 Zwiebelringe hinzufügen.
  4. Jetzt die Gläser randvoll mit dem kochenden Sud aufgießen und gut verschließen. Sofort auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.

Nach ein bis zwei Wochen sind Deine Chilischeiben durchgezogen und bereit für Deine Burger,  Sandwiches und Chiligerichte. Übrigens geben sie ihre Schärfe zum Teil an die Flüssigkeit ab und sind daher nicht mehr so scharf wie vorher. Wenn Du es also scharf magst, nimm einfach eine noch schärfere Sorte!

3 | Tabasco-Sauce selber machen

Die legendäre Tabasco-Sauce. Welche geheimen Zutaten sie enthält, werden wir wohl nie erfahren… Es sei denn, wir gucken auf die Rückseite der Flasche: Sie besteht nämlich nur aus Chilis, Essig und Salz. 🙂 Natürlich steckt noch ein langwieriges Reifeverfahren dahinter, aber die schnellere Methode für Selbstmacher kommt dem Original auch so ganz schön nahe. Vor allem, wenn man den Peperoni ‘Fireflame‘ mit seinem klassischen Cayenne-Pfeffergeschmack verwendet. Und so geht’s:

selbstgemachte Tabasco Chili Sauce

Zutaten

So geht’s

  1. Die Chilis waschen, die Stiele entfernen und grob hacken.
  2. Anschließend mit dem Pürierstab oder der Küchenmaschine pürieren und den Brei mit dem Salz gut vermischen.
  3. Ein bis zwei Marmeladengläser mit kochendem Wasser sorgfältig ausspülen.
  4. Das Chili-Salz-Gemisch in die Gläser füllen und mit einer dünnen Salzschicht bestreuen, damit kein Schimmel entsteht.
  5. Die Gläser 3-4 Wochen bei Zimmertemperaturen lagern.
  6. Anschließend den Essig hinzufügen, umrühren und einen weiteren Tag stehen lassen.
  7. Zum Schluss das Gemisch durch ein feines Sieb oder ein Tuch streichen und in sterile Behälter füllen. Im Kühlschrank lagern.

 

Sind Deine Chilis zu scharf?

Zum Schluss noch ein Tipp für alle drei Methoden: Wenn Du glaubst, dass Deine Chilis zu scharf sind, entferne einfach die Kerne und das weiße Fruchtfleisch. Das sind die schärfsten Teile der Chilis!

Aber wie gesagt: im Drachenfeuer-Sortiment findest Du Chilis in allen Schärfegraden. Vom milden Spiralpeperoni ‘Sumher‘ bis zum Indischen Chili Dorset Naga ‘Cresto‘, der alles wegbrennt, was sich ihm in den Weg stellt!

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