Gartenarbeit im Juli

Endlich mal wieder richtig Sonne abbekommen, die Wärme genießen und den heimischen Garten nicht nur durch das Fenster beobachten. Das wollen wir doch alle, oder? Was uns der Sommer bisher geboten hat, war ja noch nicht besonders viel. Das Wetter gab einem im vergangenen Monat das Gefühl, in einer ziemlich langen Extraportion April zu stecken.

Von der langen Dusche im Juni haben hauptsächlich Obst, Gemüse, Rasen und Blumenbeete profitiert. Aber eine ordentliche Ladung Sonnenstrahlen könnten wir im Juli auf jeden Fall alle gebrauchen.

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Leere Beete wieder auffüllen

Viele Gemüse- und Obstsorten wurden in den letzten Wochen schon geerntet. Die Rhabarber-Saison ist fast beendet, Erdbeerfelder sind so gut wie leer. Auch in den heimischen Gemüsebeeten sieht es wieder etwas luftiger aus. Salate, Kartoffeln und Möhren machen Platz für Neues. Denn der Juli eignet sich sehr gut, um bei Bedarf noch eine Runde Gemüse anzubauen. Zu den späten Gemüsesorten gehört unter anderem Mangold. Geerntet werden kann zum Beispiel der ertragreiche Mangold ‚Bright Lights‘ noch bis in den Oktober hinein.

Mangold 'Bright Lights'

Mangold ‚Bright Lights‘

Du willst keine zweite Runde für Deine Gemüsebeete einlegen? Dann solltest Du jetzt Gründüngungspflanzen aussäen, um den Boden nicht unbedeckt brach liegen zu lassen. So werden Unkräuter an ihrer Entwicklung gehindert und die Bodenqualität verbessert. Ringelblumen sind dafür bestens geeignet und bieten nach Regentagen auch noch einen Schneckenschutz für benachbarte Pflanzen.

Im Juli wird vor allem gedüngt

Und kommt die Sonne dann doch mal so richtig zum Zuge, kann die starke Mittagshitze aber auch an den Kräften zehren. Ähnlich wie bei uns Menschen, werden bei starker Belastung wertvolle Nährstoffe in Pflanzen schneller abgebaut. Deshalb wird in diesem Monat nicht nur reichlich gewässert, sondern auch mit aufbauenden Substanzen gedüngt.

Mineraldünger solltest Du nur solchen Pflanzen geben, die unter akutem Nährstoffmangel leiden. Das sieht man meist daran, dass die Pflanzen kaum noch wachsen oder sich die Blätter verfärben. Verwende der Natur zuliebe besser organische Düngemittel und mulche zusätzlich mit Kompost oder Rasenschnitt. Das verbessert die Bodenstruktur und die Böden wärmen sich schneller auf.

Bei organischem Dünger gibt es viele Möglichkeiten. An Dung vom Bauernhof in der Nachbarschaft kommt nicht jeder und ist auch nicht jedermanns Sache. Aber hast Du schon einmal Kaffeesatz ausprobiert? Abgekühlt und getrocknet kann er einfach in die Erde eingearbeitet werden. Wie wir Menschen mag zwar nicht jede Pflanze Kaffee, aber Rosen wie auch die robusten Geranien stehen zum Beispiel total auf die im Kaffeesatz enthaltenen Mineralien wie Stickstoff und Kalium. Auch Kleinstlebewesen wie der Regenwurm lieben diesen Koffeinkick und werden angelockt.

Bienen lieben den Storchschnabel Pink Penny

Blüten ernten oder entfernen

Lacht dann endlich die Sonne von oben, streckt sich alles dieser wohligen Wärme entgegen und sprießt aus dem Boden empor. In den Blumenbeeten sind die meisten Blüten schon seit einigen Wochen geöffnet oder gar schon verblüht. Vergiss nicht Letztere regelmäßig zu entfernen. Manche Blüten sind aber sogar essbar.

Wusstest Du, dass Zucchiniblüten hervorragend schmecken können?

Einfach bei der Ernte die Blüten am Ansatz mit einer Schere oder den Fingern abzwicken. Ein paar weibliche und männliche Blüten musst Du aber stehen lassen, sonst werden keine neuen gebildet! Vor allem die großen gelben Blüten der Zucchini ‚Zodiac‘ schmecken köstlich. Wasche die Blüten sogfältig mit kaltem Wasser ab und entferne den Blütenstempel. Fülle die Blüten dann mit einer Mischung aus Ricotta-Käse, ein wenig Salz und Olivenöl. Einfach die Blütenblätter schließen und ein wenig zusammendrehen. Nun die gefüllten Blüten zunächst in Ei und dann in Mehl wenden. In heißem Öl frittieren, bis sie goldbraun sind. Kurz auf Küchenpapier abtupfen und mit groben Meersalz bestreuen.

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Welche Blumenarten ausputzen und welche nicht?

Wichtige Blumenarten, die Du ausputzen musst sind, aufrechte Geranien, Schmetterlingsflieder, Margeriten, Dahlien und Kapkörbchen (Osteospermum). Nicht ausputzen musst Du hingegen Petunien, Calibrachoa, Schneeflockenblume (Sutera), Elfenspiegel (Nemesia), Elfensporn (Diascia) oder Begonien.

Den Bienen etwas Gutes tun

Gerade im Juli – wo in der Natur eine Trachtlücke, also ein Mangel an bienenfreundlichen Blüten, vorherrscht – kannst Du mit Deinen Blumen, Gemüse und Kräutern eine wichtige Rolle in der Unterstützung unserer Honig-, Wildbienen und Hummeln spielen. Beliebte Pflanzen, mit den denen Du unsere kleinen Helfer unterstützen kannst, sind etwa der Hain-Salbei ‚Ostfriesland‘, Schafgarbe (Achillea), Storchschnabel (Geranium) ‚Pink Penny‘ oder viele verschiedene Minzsorten. In diesem Video kannst Du noch mehr Tipps für Dein Bienen-Buffet entdecken:

Unser Rezept-Tipp: Grüner Smoothie

Unser Green-Smoothie mit Produkten aus Deinem Garten – frischer und gesünder geht’s nicht!

Zutaten:

  • 200g Mangold ‚Bright Lights‘
  • Eine Midi-Schlangengurke ‚Midios‘ (ca. 200g)
  • 150g Andenbeere (Physalis) ‚Goldvital‘
  • Ca. 150ml Apfelsaft

Und so geht’s:

  • Schlangengurke und Mangold grob zerkleinern und die Physalis (Andenbeeren) von der Hülle befreien.
  • Alles zusammen mit dem Apfelsaft ab in den Mixer und pürieren!

Hier kannst Du Dir die Zubereitung in unserem QuickTipp auf YouTube ansehen:

 

 

2 Kommentare

  • Danke für den informativen Beitrag und das Rezept für den Smoothie. Bin gerade selber auf dem Gesundheitstrip und habe im letzten halben Jahr ca 17 Kilo abgespeckt. Da passt so ein grüner Smoothie hervorragend rein. Wir haben diesen Monat auch genutzt um unseren Rasen zu düngen. Ist gerade eine gute Zeit.

    • Arne sagt:

      Hallo Felix.
      Der Green-Smoothie ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Wir waren von dem Rezept begeistert! Ein super Beispiel dafür, dass gesunde Ernährung richtig lecker sein kann.
      Viele Grüße!

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