Immer beliebter: Hochbeete

Hochbeet

Tieferlegen ist out.

Hochbeete liegen voll im Trend. Kein Wunder, denn sie haben gegenüber klassisch angelegten Beeten eigentlich nur Vorteile:

  • Sie haben die ideale Arbeitshöhe – endlich Schluss mit „Rücken“ und „Knie“.
  • Schnecken machen aus dem gleichen Grund künftig nur noch einen langen Hals.
  • Hochbeete liefern bei wenig Platz einen sehr hohen Ertrag.
  • Ein Hochbeet lockert jeden Garten optisch auf und Sie können sich dekorativ an ihm austoben.
  • Ganz nebenbei schluckt ein Hochbeet überflüssige Gartenabfälle und versorgt Ihre Pflanzen damit von innen heraus automatisch mit wertvollem Kompost und Wärme – ideal gerade auch in der bevorstehenden kalten Jahreszeit.
  • So sind Sie gleichzeitig unabhängig von der Bodenqualität.
  • Und wenn Sie mal umziehen, nehmen Sie Ihr Hochbeet einfach mit.

HochbeetJetzt möchten Sie auch eins, oder? Kein Problem, los gehts! Herbst ist nämlich sowieso die perfekte Zeit, um ein Hochbeet anzulegen.

  1. Was Sie brauchen, ist zunächst einmal ein Stückchen freier Platz in der Größe, in der Sie sich ihr künftiges Hochbeet vorstellen. So lang wie Sie mögen, aber nicht zu breit, Sie müssen es ja noch beackern können! Und wenn es geht in Richtung Nord-Süd, so kann das Sonnenlicht optimal genutzt werden.
  2. Jetzt liegt’s an Ihnen. Handwerklich sehr geschickte Gärtner bauen und gestalten ihr Hochbeet nach eigenen Vorstellungen; wer wenig Zeit hat, findet im Baumarkt auch Bausätze. Und natürlich gibt es auch fertige Hochbeete zu kaufen. Ob Holz, Stein, Kunststoff oder Metall – hier haben Sie die freie Wahl, ist ja schließlich Ihr Beet!
  3. Jetzt können Sie mit Schnüren die gewünschten oder gegebenen Ausmaße markieren, dann geht es an die Arbeit: Der Boden muss ausgehoben werden, ca. 25cm tief, und gehört dann mit Kaninchendraht ausgelegt. So haben hungrige Nagetiere das Nachsehen, während gern gesehene Gäste wie Regenwürmer automatisch den Passierschein bekommen.
  4. Nun das Hochbeet aufstellen oder aufbauen. Bei Fertigkonstruktionen kann man sich Schritt 3) je nach Model ggf. natürlich sparen.Gemüsegarten als Hochbeet
  5. Das Befüllen läuft dann aber immer gleich: Die Innenwände kleben Sie mit Teichfolie aus, die hält die Feuchtigkeit drin. Dann geht es ans Schichten. Erst kommt eine ordentliche Lage Gartenabfälle rein, dann normale Gartenerde, darauf noch eine Schicht reifer Kompost und oben drauf kommt reichlich gute Blumenerde.

Tipp: Blumenerde sollte im Handel trocken und witterungsgeschützt gelagert werden. Vorsicht bei sehr schweren Säcken, der Inhalt ist wahrscheinlich zu nass. Die Erde schnell verwenden.

Et voilà, vor Ihnen steht ihr neues Hochbeet. Und wartet nur darauf, bepflanzt zu werden.

Besonders gut geeignet wären zur Zeit (März – August) unsere Grillkräuter, wie der Französische Estragon „Pfefferkorn“, der Goldoregano „Goldtaler“ oder der Gourmet-Rosmarin „Abraxas“. Ein besonderes Highlight bei der nächsten Grillparty.


 

Unsere Empfehlungen für Ihr Hochbeet:

3 Kommentare

  • Manuela sagt:

    Sehr schöner Artikel, man bekommt sehr hilfreiche Tipps präsentiert. Wir haben eine größere Terrasse und wollen uns demnächst so einen Hochbeet für Säulenobst anlegen. Vielleicht hast du Erfahrung mit dem Winter gehabt, muss da was besonderes beachten, damit das Obst es übersteht.

  • Volker Schevel Volker Schevel sagt:

    Hallo Manuela, anbei einige Tipps in Kurzform:

    – Wichtigster Punkt bei der Anlage des Hochbeetes ist, auf genügend Wasserabzugsmöglichkeiten zu achten, Staunässe im Winter kann schnell ernste Wurzelschäden verursachen = > wenn das Beet nicht bodenlos ist, Löcher in den Boden bohren und Drainagematerial darüber geben (z.B. Blähton oder Tonscherben)

    – Ebenso sollte genügend Erdvolumen im Beet sein, dann friert es im Winter nicht so schnell durch und die Pflanzen vertrocknen nicht so schnell im Sommer, zudem ist die Standfestigkeit besser (min. 50, besser 100 L oder mehr Erde per Baum)

    – Gegen starke Fröste kann man an den Innenseiten des Beetes vor Befüllen eine 2-3 cm Styrodurplatte einsetzen, speziell wenn die Wände nicht so gut wie dickeres Holz isolieren (Stein- oder Metallumrandung)

    – Bei Kahlfrost im Winter (Schneeloser Winter+ Frost + Sonnenschein) sollte man die Sonnenseite der Säulenbäume schattieren (Anfang Januar mit Schilfmatte oder Jutesack umwickeln (ein Brett davorstellen geht im Notfall auch) oder alternativ den Stamm im Dezember weiß streichen (Mittel gibt es im Handel), damit die Sonnenstrahlung reflektiert wird. Diese Maßnahmen verhindern, dass die Rinde aufgrund von einseitiger Erwärmung aufreißt und der Baum dadurch vernichtet wird)

    – Stehen die Hochbeete unter Dach oder dicht an einer Hauswand (Ost), im Winter das Wässern nicht vergessen!

    – Herbstpflanzung am besten Mitte Oktober, damit die Pflanzen noch Wurzeln machen können vor dem Winter

    – Wichtig ist eine standfeste Stütze / Pfahl / Spalier, damit die Pflanzen nicht im Wind wackeln, dadurch reißen die neuen Wurzeln wieder ab oder die Bäume knicken um.

  • Schöner Artikel. Meine Frau wünscht sich auch ein Hochbeet im Garten. Bin beim Recherchieren hier vorbei gekommen. Mit deinen Tipps bin ich schon mal ein Stück weiter. 🙂

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