Gärtnern mit Kindern

War das eben ein Grashüpfer? Die Blume duftet ja wie Schokolade! Und schmecken die eigenen Radieschen nicht einfach fantastisch? Auf spielerische Art und Weise können Kinder die Natur für sich entdecken – und lernen ganz nebenbei etwas über Jahreszeiten, die Pflege der Blumen und über die kleinen Gartenbewohner wie Regenwürmer, Schmetterlinge oder Bienen.

Mit dem Tauwetter und den ersten warmen Sonnenstrahlen beginnt allmählich wieder die Gartenarbeit. Blumen müssen umgetopft, Pflanzen gestutzt, Stauden gedüngt oder immergrüne Pflanzen bewässert werden. Wenn Eltern im Garten arbeiten, dann ist die kindliche Neugier meist von ganz allein geweckt. Was Mama oder Papa machen, wird nachgemacht. Da werden Sandkuchen gebacken, Fußbällen hinterhergejagt, Löcher gebuddelt oder Blumen gegossen.

Gartenarbeit liegt im Trend

Eine Umfrage des Marktforschungszentrums GfK aus dem Jahr 2017 bestätigt, was unsereins schon lange wusste: Gartenarbeit ist beliebt! Rund ein Drittel der Deutschen sind täglich oder mindestens einmal wöchentlich im Garten aktiv. Unkraut jäten, Rasen mähen, Blumen gießen – wer einen Garten oder einen Balkon hat, ist nie fertig. Insbesondere Eltern mit Kindern unter sechs Jahren widmen sich verstärkt der Gartenarbeit: Circa 44 Prozent kümmern sich täglich oder mindestens einmal in der Woche um das Wohl der Pflanzen. Doch die Gartenarbeit ist nicht nur etwas für Erwachsene – auch Kinder haben Spaß am Gärtnern und können dabei geradezu aufregende Momente erleben!

Gärtnern mit Kindern

Gemeinsam können Eltern und Kinder die Wunder der Natur entdecken und sich über die ersten Frühjahrsblüher freuen, Bienen bei ihrer Arbeit beobachten oder die erste eigene Erdbeerernte vernaschen. Um Misserfolge zu vermeiden und das Kind bei seinen ersten gärtnerischen Erfahrungen zu unterstützen, gibt es einige Tipps und Tricks für Eltern.

Ab welchem Alter können Kinder mit dem Gärtnern anfangen?

Es gibt keine genaue oder feste Altersgrenze, ab wann Kinder mit dem Gärtnern anfangen dürfen. Blumen gießen, Kresse säen oder Blumenzwiebeln setzen können Kinder gemeinsam mit ihren Eltern schon ab zwei oder drei Jahren. Eltern sollten dabei darauf achten, dass sie ihre Kinder nicht überfordern, sondern sie tatkräftig unterstützen!

Der Garten als Abenteuerspielplatz

Da Kinder noch nicht unbedingt einschätzen können, wie hoch der Wasserbedarf der einzelnen Pflanzen ist, empfiehlt unser Gartenexperte Volker, Kinder erst einmal Pflanzen gießen zu lassen, die robust sind und viel Wasser benötigen wie Zweizahn, Ringelblumen, Dahlien oder Geranien. Kinder können mit solchen Pflanzen ihre ersten Gießerfahrungen machen und schulen nebenbei ihre motorischen Fähigkeiten.

Kresse säen ist eine tolle Möglichkeit, den Kindern die ersten kleinen Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Denn gerade zu Beginn der Gärtnerkarriere sollten Misserfolge möglichst vermieden werden. Schnell wachsende und anspruchslose Pflanzen wie die Kresse verschaffen den Kindern die ersten kleinen Erfolge. Wenn die Kinder dazu noch eine eigene Ausrüstung, bestehend aus Handschuhen, Gummistiefeln und Gartengeräten in kleinerer Ausführung haben, kennt das Gärtnern kein Halten mehr!

Auch das Beobachten von Schmetterlingen, Regenwürmern, Marienkäfer oder Hummeln begeistert Kinder. Der Strauchbasilikum ‚Magic Blue‘ ist beispielsweise ein wahrer Schmetterlings- und Bienenmagnet – und zugleich essbar! Nudeln mit Tomatensoße schmecken mit ein paar selbst gepflückten Basilikumblättern aus dem Garten doch gleich doppelt so gut!
Beim ersten Säen im Garten ist es hilfreich, wenn die Samen nicht zu fein sind, damit die Kinder die Samen bewusst säen können. „Erbsen oder Zuckermais sind deshalb gut geeignet“, rät unser Gartenexperte Volker, „aber auch einige Blumen wie Sonnenblumen, Kapuzinerkressen oder Ringelblumen können für das erste Aussäen verwendet werden.“

Das erste eigene Beet

Ab sechs Jahren könnten Kinder auch ein eigenes, kleines Beet bekommen. Aber auch hier gilt es, am Anfang unterstützend einzugreifen und ab und an einen Blick auf das Beet zu werfen, um unauffällig verwelkte Blätter verschwinden zu lassen oder vertrocknete Pflanzen wiederzubeleben. Erst mit zehn oder zwölf Jahren seien Kinder dazu in der Lage, ein Beet ausdauernd und weitgehend selbstständig zu betreuen, so der Gartenexperte.

Wer keinen Garten hat, kann auch auf dem Balkon oder im Haus ein kleines Haus-Beet anlegen. „In größere Kisten, Kübel oder Blumentöpfe kann können beispielsweise duftende Lakritztagetes oder die leckeren Topftomaten ‚Verino‘ zum Naschen gepflanzt werden“, schlägt unser Gartenprofi Volker vor. Verschiedene Kräuter wie Petersilie, Pfefferminze, Rosmarin oder Basilikum eignen sich ebenfalls gut.

Achtung – giftige Pflanzen!

Das Frühjahr ist ein optimaler Zeitpunkt für das Anlegen eines kleinen Kinderbeetes. Aufpassen sollte man allerdings vor giftigen Pflanzen wie Eisen- oder Fingerhut – diese gehören in kein Kinderbeet! „Auch einige Gemüsearten sind in Teilen giftig oder frisch geerntet nicht genießbar und sollten erst bei Schulkindern Einzug in den Kinder-Garten halten“, warnt Volker, „hierzu zählen zum Beispiel Bohnen, Kartoffeln und Tomaten.“

Welche Pflanzen bieten sich an?

Geeignet sind vor allem mehrjährige, wüchsige und robuste Pflanzen. Besonders bunte Pflanzen, die eine möglichst lange Blütezeit haben, können Kinder begeistern.
Bereits ab Februar kann man beim Gartenprofi Frühjahrsblüher wie das Vergissmeinnicht ‘Trio Mix‘ in blauen, weißen und rosafarbenen Tönen oder das robuste, winterharte Gänseblümchen ‚Tasso‘ mit seinen rotweißen Pomponblüten kaufen, die dafür sorgen, dass das Beet die ersten munteren Farbtupfer bekommt. Auch farbenfrohe Primeln wie die orangefarbene Tiger-Primel ‚Solena Mix‘ oder die pinke Rosenprimel ‚Girl’s delight Pink Shades“ eignen sich mit ihrer bunten Pracht sehr gut für Kinderbeete.

Schmetterlings- und Bienenmagnet: Duft-Lavendel ‚Grosso‘

Doch in einem Kinderbeet können auch andere Sinne angesprochen werden. So verströmen gerade mediterrane Pflanzen wie Lavendel, Rosmarin oder Oregano einen angenehmen Duft. Die violetten Blüten des Duft-Lavendels ‚Grosso‘ ziehen zudem viele Bienen und Schmetterlinge an, was für Kinder im Sommer besonders spannend zu beobachten sein kann!

Daneben können auch kulinarische Erlebnisse geschaffen werden: Radieschen, Möhren, Tomaten, Erdbeeren oder Zuckererbsen sind ideal geeignet, um Kindern das Gärtnern geradezu „schmackhaft“ zu machen! Und wenn im Sommer endlich die ersten Erdbeeren genascht werden können, werden die Kinderaugen voller Stolz über die eigene, süße Ernte erstrahlen!

Die Ernte

Denn kaum etwas schmeckt so gut wie Frisches aus dem eigenen Garten! Außerdem lassen sich viele, tolle Sachen kreieren: Beispielsweise ist die Tomatenmarmelade ein leckerer Ersatz für den altbekannten Ketschup aus der Flasche; frische Mohrrüben schmecken besonders gut mit dem selbst gemachten Radieschen-Frühlingszwiebel-Dip und falls noch ein paar Erdbeeren überlebt haben, sind Frozen Joghurt Erdbeer-Waffeln im Sommer eine wunderbare, süße Abkühlung für die ganze Familie!

Wir wünschen viel Spaß beim Gärtnern & Naschen!

2 Kommentare

  • Kathleen sagt:

    Ich kann die meisten Punkte aus dem Artikel nur bestätigen! Man kann nie zu früh anfangen die Kinder mit einzubeziehen. Unser Kleiner hatte schon mit 1 1/2 sein erstes Erbsenbeet und es hat großartig geklappt. Dieses Jahr soll noch mehr dazu kommen und bunt soll es durch essbare Blüten werden, die auch die Bienen anlocken. Schön, dass ihr auch die giftigen Pflanzen erwähnt habt! Das vergessen die meisten leider all zu schnell 🙈
    Liebe Grüße
    Kathleen

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