Die Welt der Stauden

Bald ist Frühling! Und mit ihm ziehen nicht nur warme Sonnenstrahlen ins Land, auch die ersten Stauden beginnen zu erwachen: Blaukissen, Bergenie, Akelei oder Grasnelken zeigen sich als erste bunte Farbtupfer im Kampf gegen die kalte und dunkle Jahreszeit.
Aber auch für diejenigen unter uns, die noch keine Stauden in ihrem Garten haben, gibt es eine gute Nachricht: Sobald die Temperatur etwas angestiegen und der Boden frostfrei ist, können im März die ersten Stauden gekauft und eingepflanzt werden. Doch wo fühlen sich die Stauden am wohlsten?

Stauden in Deutschland

Stauden sind krautige, mehrjährige Pflanzen, die in den unterschiedlichsten Formen und Farben auftreten können. Lange Zeit sieht man vor allem Gewürz- und Heilpflanzen in den Gärten, während Schmuckstauden zunächst weniger Anklang finden. Das Angebot ändert sich jedoch Mitte des 18. Jahrhunderts durch die Einführung der Stauden aus fernen Ländern und einer intensiven Zuchtarbeit. Dass das Interesse an Stauden, ihrem Variantenreichtum und an ihrer Verwendung seit dem 20. Jahrhundert gestiegen ist, ist vor allem dem Staudenzüchter Karl Foerster zu verdanken, der nicht nur als Züchter in Erscheinung trat, sondern auch als Gartenpoet mit Büchern wie „Blütengarten der Zukunft“ die Faszination für die Blumen weckte.

Der perfekte Standort

Doch wo fühlt sich die Staude am wohlsten? Je nachdem, um welche Staude es sich handelt, kann der optimale Standort für die Blumen der trockene Steingarten unter der warmen Sonne oder der etwas geschütztere Halbschatten sein.

Ein Platz Steingarten für sonnenverliebte Stauden

Die Fetthenne ‚Robustum‘ ist als robuste, winterharte Blume ideal für die dauerhafte Gartenbepflanzung.

In den meisten Fällen freuen sich Stauden über ein sonniges Plätzchen. Trockenheit vertragen allerdings nicht alle Stauden. Eine wunderschöne Staude, die sich sowohl in einem mäßig trockenen Umfeld als auch unter der Sonne wohl fühlt, ist die Prachtkerze. Es existieren zahlreiche Sorten, die meist ab Juni bis zum ersten Frost blühen. Allerdings ist die Prachtkerze, auch Präriekerze genannt, nicht sehr winterhart und benötigt daher ein wenig Laub oder Stroh als Schutz gegen die kalten Temperaturen.

Auch die Fetthenne ist für sonnige und trockene Standorte wie geschaffen. So eignen sich beispielsweise die polsterartig wachsenden Fetthennen ‚Robustum‘ und ‚Voodoo‘ hervorragend für die Bepflanzung eines Steingartens und sind mit ihren rubinroten Blüten absolute Hingucker!

Das mehrjährige Edelweiß wie die ‚Alpine Glory‘ bevorzugt einen kalkhaltigen, durchlässigen Boden ohne Staunässe und ist damit ebenfalls für Steingärten, aber auch für Beete geeignet. Edelweiß kommt sowohl mit Sonne als auch mit Halbschatten gut zurecht.

Manche Stauden mögen’s feuchter

Mit goldgelben Blüten ist die ‚Solena® Compact Gold‘ eine farbenfrohe Sommerblume!

Weniger trocken, aber dennoch sonnig mag es dagegen das Mädchenauge. Die ‚Solena® Double Gold‘ oder die ‚Solena® Compact Gold‘ eignen sich ideal für die Sommerbepflanzung im Beet oder auch in Balkonkästen und strahlen mit ihren gelben Blüten von Juni bis September mit der Sonne um die Wette – und das Jahr für Jahr!

Taglilien sowie Herbst-Anemonen sind an sonnigen bis halbschattigen Plätzen gut aufgehoben. Tendenziell gilt: Je heller der Standort, desto blühfreudiger und üppiger die Pflanze! Herbst-Anemonen wie die ‚Honorine Jobert‘ oder unser ‚Prinz Heinrich‘ fangen bereits im sonnigen August an zu blühen und begleiten einen bis zu den ersten kühleren Herbsttagen im Oktober. Besonders hübsch machen sich die Herbst-Anemonen im Kübel auf der Terrasse oder dem Balkon! 

Auch der Halbschatten ist bei Stauden begehrt

Aber auch Halbschatten und geschütztere Lagen sind bei vielen Stauden beliebt. Die robuste Bergenie ist relativ pflegeleicht und wächst sowohl an einem sonnigen Standort als auch im Halbschatten. Kleiner Tipp: Wer die abgeblühten Blütenstände zurückschneidet, kann im Herbst eventuell eine zweite Blütezeit erleben! Außerdem färben sich die großen, runden Blätter vieler Sorten im Winter rötlich und sorgen somit selbst in der kalten Jahreszeit noch für unerwartete Farbeffekte im Beet.

Der Staudenphlox fühlt sich an einem halbschattigen Plätzchen besonders wohl. Vor allem roter Phlox sollte nicht in der prallen Mittagssonne stehen, da er einen Sonnenbrand bekommen kann. Rund 27 Phlox-Arten kamen im Laufe des 18. Jahrhunderts nach Europa – mittlerweile sind daraus über tausend Sorten entstanden. Während einige Phlox-Arten bereits im Frühjahr ihre erste Blütezeit haben, begleiten andere Sorten einen über den Sommer und sogar bis in den Herbst hinein. Für jede Jahreszeit lässt sich daher der passende Phlox finden!

Mit der Christrose durch den Winter

Die Christrose ‚Winter Sun‘ – ein kleiner Schneestern!

Für die kalte Winterzeit eignen sich vor allem Christrosen. Mit ihren weißen Blüten verzaubert beispielsweise die Christrose ‚Winters Sun‘ den Garten. Diese winterharte Blume schreckt auch vor frostigen Temperaturen nicht zurück! Gerne steht sie auf einem nährstoffreichen, durchlässigen Boden mit gleichmäßiger Feuchte. Dabei ist ein halbschattiger Standort für die Christrose kein Problem!

Dank Stauden wird es auch im Schatten bunt!

Dass sich einige Blumen sogar an schattigeren Orten wohlfühlen können, beweisen die Stauden Waldsteinie und Funkie. In hellem Weiß, Flieder oder knalligem Gelb bringen sie frohen Mutes Farbe in die dunkleren Ecken des Gartens.

Unser Fazit: Ob nun ein trockener Steingarten, Halbschatten oder gar ein schattiger Platz neben der Gartenlaube – für jeden Platz in Deinem Garten lässt sich die perfekte Staude finden!

Die Funkie ‚Wide Brim‚ fühlt sich im Halbschatten sehr wohl, wird aber auch im Schatten glücklich!

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