Spargelzeit

Endlich ist er wieder da!

Raten Sie mal, woher folgender Monolog stammt: „Die Ägypter haben Spargel schon vor 5000 Jahren gegessen und als Aphrodisiakum geschätzt. Nicht, dass ich das nötig hätte. Bei den alten Griechen galt wild wachsender Spargel als ein Arzneimittel. Der Römer Carto schrieb bereits 100 v. Chr. eine detaillierte Anleitung für den Anbau von Spargel. Und das Allerschönste am Spargel ist: Er setzt nicht an und man kann ihn auch noch mitten in der Nacht genießen.“

Violetter Spargel 'Pacific Purple'

Violetter Spargel ‚Pacific Purple‘

Haben Sie es erraten? Es handelt sich um einen „klassischen Professor Boerne“, nämlich also um die Eröffnungssequenz eines unserer Lieblings-Tatorte, dem Münsteraner Krimi „Spargelzeit“. In der nach dem Lieblingsgemüse vieler Deutscher benannten Folge dreht sich natürlich dann auch alles um die köstlichen Stangen: vom Spargeldiebstahl durch Kommissar Thiels „Vattern“ über ungeklärte Vergewaltigungen und Undercover-Spargelstecher-Ermittlungen bis hin zu Mord und Totschlag im Spargelbauernmillieu. Sehr unterhaltsam und als Hommage an das edle Gewächs mal wieder durchaus zu empfehlen  , denn – lange Rede kurzer Sinn – die namensgebende Spargelzeit beginnt eben gerade jetzt. Und weil wir mit Zeter und Mordio im Film hinlänglich bedient sind, uns also von den münsterschen Spargelhöfen lieber fern halten, und der Spargel-Preis auf dem Markt uns wenig Freude bringt, bauen wir uns unseren „ersten Spargel“ in Zukunft einfach selber an.

Spargel selber anbauen

Spargel ist gar nicht so anspruchsvoll, wie man meinen könnte. Er benötigt in Ihrem Garten lediglich so viel Sonne wie möglich und einen lockeren, leicht sandigen Boden.

Haben Sie ein passendes Plätzchen gefunden? Gut! Dann legen Sie dort ein Beet von circa 1,5 Meter Breite an und ziehen in der Mitte einen circa 50 Zentimeter breiten und 25 Zentimeter tiefen Graben und errichten darin im Abstand von circa 20–30 Zentimetern kleine Hügel aus Kompost. Darauf setzen Sie jeweils eine Pflanze. Mit der ausgehobenen Erde, weiterem Kompost und sehr gerne zusätzlichem Sand füllen Sie die Gräben nun wieder auf, sodass die Wurzelköpfe gut, also mit mindestens 15 Zentimetern Erdreich bedeckt sind. Und gut gießen! Für Liebhaber weißen Spargels empfehlen wir unseren ′Mondeo′, der in größere Töpfen auf Balkon und Terrasse gepflanzt wird. Je nach Austrieb wird die Pflanze unten in größere Töpfe gepflanzt und bis oben mit Erde angefüllt, so dass man spätere Triebe schon im ersten Jahr ernten kann. Im nächsten Jahr gibt es dann eine richtig, große Ernte.
Wenn die ersten Köpfchen herausgucken, kann die Ernte beginnen: Wie das Spargelstechen funktioniert, wird im Film anschaulich erklärt, einen speziellen Spargelstecher brauchen aber nur die Profis, ein scharfes Messer tut es auch für den Hausgebrauch.
Den ersten Spargel gibt es dann wie immer klassisch mit Kartoffeln und Butter oder Sauce Hollandaise, vielleicht auch einem Scheibchen Schinken, wer mag.

Probieren Sie aber unbedingt auch mal das folgende Knallerrezept aus!

Roher Spargelsalat

Zutaten:

  • 6 Stangen weißer Spargel vom selben Tag
  • gutes Olivenöl
  • frischer Zitronensaft
  • grobes Meersalz, Pfeffer

Zubereitung:
Spargel gründlichst schälen und diagonal in möglichst dünne Scheiben schneiden.
Wenig Zitronensaft und reichlich gutes Olivenöl drüberträufeln und mit grobem Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Weißer Spargel 'Mondeo'

Weißer Spargel ‚Mondeo‘

Boerne ist mit seinen Ausführungen im Übrigen rundum im Recht: Die Menschen lieben ihren Gemüsespargel seit eh und je, er ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen und arm an Kalorien. Ob er wirklich auch als Aphrodisiakum wirkt, ist nicht abschließend geklärt, aber das hat der Professor ja nun auch wirklich nicht nötig!

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