Das kleine Einmaleins der Staudenpflege

Eine wahre Pracht: Der Stauden-Lavendel 'Hidcote Blue'

Das Tolle an Stauden ist, dass sie mehrere Jahre im Garten überdauern können. Hierfür ist allerdings die richtige Pflege wichtig! Wie man seine Stauden gut pflegt, erklärt uns in diesem Artikel unser Pflanzenprofi Volker.

Stauden sind aufgrund ihrer Langlebigkeit äußerst beliebte Gartenpflanzen. Doch um tatsächlich jahrelang seine Freude an den Pflanzen zu haben, sollte man ein paar Kleinigkeiten beachten. So sollte beispielsweise Unkraut, welches sich um die Stauden herum angesiedelt hat, nur mittels Ziehen oder Ausstechen beseitigt werden. Denn im Gegensatz zum Hacken beeinträchtigen das Ziehen und Ausstechen die Entwicklung der Stauden nicht. Aber auch richtiges Gießen, Schneiden und Düngen sind wichtig, damit die Staude gut gedeihen kann.

Stauden gießen & schneiden

„Während der ersten Vegetationsperiode müssen Stauden gut gewässert werden, damit sie ohne Stress einwurzeln können und sich die Erde im Pflanzloch setzen kann“, empfiehlt unser Gartenexperte Volker. Erst danach muss differenziert werden: Mag es die Staude lieber feucht oder eher trocken? Manche Staudenarten können sich nur dann entfalten, wenn sie genügend Wasser bekommen, während andere es lieber trocken mögen. Welche Staude sich an welchem Standort besonders wohlfühlt, erfährst Du in diesem Artikel.

Das Mädchenauge ‚Early Sunrise‘ (Coreopsis grandiflora) zählt zu den Mittelzehrern.

Damit die Stauden nach den kalten Monaten jedoch genügend Energie zum Wachsen und Gedeihen aufbringen können, darf das Schneiden und Düngen nicht vergessen werden!

„Spätestens wenn die neuen Austriebe zu wachsen beginnen, sollten die Stauden bodennah zurückgeschnitten werden“, rät der Pflanzenprofi. Daneben findet im Frühjahr die jährliche Hauptdüngung statt, um die Stauden bei ihrem Wachstum ein wenig zu unterstützen.

Stauden mit Kompost düngen

Für das Düngen der Stauden kann man auf organischen Dünger wie Hornspäne oder reifen Kompost zurückgreifen. Kompost besteht aus organischem Material wie Gartenabfällen, die von Millionen von Bodenlebewesen abgebaut werden. Hier entstehen verschiedene wasserlösliche Mineralstoffe, die als Dünger wirken können. Ausgereifter Kompost kann daher als guter Ersatz für herkömmlichen Dünger gelten.

Düngen – gewusst wie!

Die Fetthenne ‚Tricolor‘ (Sedum spurium) gehört zu den wenig zehrenden Pflanzen

Der Dünger wird auf den Beeten verteilt und leicht in den Boden eingearbeitet. Dabei sollte das Gießen nicht vergessen werden! So haben die Pflanzen rechtzeitig vor dem Austrieb genügend Kraft, um den Garten mit frischen, grünen Blättern und farbenfrohen Blüten zu verschönern!

Unterschiedlicher Bedarf an Dünger

Einige Stauden wie Rittersporn, Eisenhut oder Garten-Margerite haben einen deutlich höheren Bedarf an Nährstoffen als andere Stauden. „Steingarten- und Polsterstauden haben beispielsweise einen niedrigeren Nährstoffbedarf, da sie weniger Blattmasse bilden“, so unser Experte Volker. Außerdem muss berücksichtigt werden, wie viel Nährstoffe bereits in der Erde vorhanden sind. Um eine Überdüngung zu vermeiden, sollte man „bei einem nährstoffreichen Boden nicht zu viel düngen“, empfiehlt Volker. Stauden, die auf einem nährstoffarmen Boden angepflanzt sind, muss man dagegen unter die Arme greifen. „Hier sollte den Pflanzen regelmäßig in kleineren Mengen Dünger gegeben werden“, rät unser Gartenprofi. Wer sich nicht sicher ist, ob er gerade einen nährstoffarmen oder nährstoffreichen Boden bepflanzt, kann auch eine Bodenprobe seines Gartens untersuchen lassen – zum Beispiel beim örtlichen Landhandel oder der Landwirtschaftskammer.

Die Tabelle unseres Pflanzenexperten Volker gibt einen guten Überblick über den Nährstoffbedarf der verschiedenen Stauden: Nährstoffbedarf von Stauden

 

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