Tomaten richtig päppeln

Eigene Tomaten direkt vom Strauch zu ernten ist für mich immer das größte Vergnügen! Sehnsüchtig warte ich, schaue jeden Tag wie sie wachsen, und wenn die Früchte langsam rot werden überlege ich, ob ich sie schon ernten kann oder ob ihnen doch ein weiterer Tag Sonne noch das i-Tüpfelchen an Aroma bringen würde. Zugegeben, damit die Ernte erfolgreich ausfällt, müssen Tomaten schon etwas verhätschelt werden, aber der einzigartige Genuss macht am Ende alle Mühen wett! Also, worauf kommt es bei Tomaten eigentlich an?

Rechts: Zwerg-Tomate 'Primabell®'

Rechts: Zwerg-Tomate ‚Primabell®‘

Halt geben

Damit Tomaten gut gedeihen, brauchen sie Sonne und Wärme, einen geschützten Platz, ausreichend Wasser und Dünger. Es gibt schnell und langsam wirkende Tomatendünger, achte daher auf die Dosierungsanleitung.

Besonders einfach geht das Gießen, wenn Du einen Topf etwa 10 cm von der Pflanze entfernt in den Boden setzt und diesen regelmäßig mit Wasser füllst.

Die meisten Tomaten wie Stabtomaten (‚Culina‘, ‚Bolzano‘), Cherrytomaten (‚Dasher‘, ‚Picolino‘) oder Fleischtomaten (‚Fantasio‘, ‚Belriccio‘) können bis zu 1,80 Meter Höhe oder sogar mehr erreichen. Damit sie stabil wachsen und nicht unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen, brauchen sie einen Stab oder im Gewächshaus eine Schnur als Stütze, an die sie angebunden werden. Ideal ist ein spiralförmiger Tomatenstab. Hierbei wird die oberste Triebspitze der Pflanze einfach nach jedem Wachstumsschub in den Stab gedreht, so dass der Haupttrieb stabil im Inneren der Spirale gehalten wird. Für Tomatensorten, die im kleineren Topf auf dem Balkon oder der Terrasse gedeihen wie zum Beispiel die neue Topf-Tomate ‚Strongboy‘ reicht ein kleiner Stab aus. Manche, wie die Zwerg-Tomate ‚Primabell®‘  oder die Hängetomate ‚Evita® Basket‘ , kommen sogar ohne Stütze aus.

Pflaumen-Cherry-Tomate 'Dasher'

Pflaumen-Cherry-Tomate ‚Dasher‘

Triebspitze kappen

Fünf Trauben im Freiland und 6-7 im Gewächshaus kann eine Tomatenpflanze normalerweise in unseren Breiten zur Ausreife bringen. Zwar bringen die Pflanzen mehr Blütenansätze, doch diese zehren meist unnötig an den Kräften der Pflanzen. Für den Hobbygärtner ist es daher ratsam, den Haupttrieb zu kappen, wenn ausreichend Blütenansätze da sind und der Trieb etwa Mannshöhe erreicht hat. So können Aroma und Nährstoffe in die verbleibenden Trauben wandern. Größere Früchte und besserer Geschmack entschädigen reichlich für entgangenen Ertrag.

Würde man Tomatenpflanzen ungehindert wachsen lassen, würde sich am Ende ein undurchdringliches Dickicht an Blattgrün zeigen und vielleicht ein paar wenige Früchte. Damit die Pflanze ihre ganze Kraft in die Ausbildung der Früchte stecken kann, müssen die Seitentriebe, die in den Blattachsen am Stamm entstehen, regelmäßig entfernt werden. Es reicht, mit zwei Fingern den kleinen Stiel einfach abzuknipsen. Da diese immer wieder entstehen, sollten Sie die Pflanzen alle paar Tage kontrollieren.

Freiland-Strauchtomate 'Phhilona'

Freiland-Strauchtomate ‚Philona‘

Bei viel Regen überdachen

Bei feucht-warmem Wetter kann durch Pilze die gefürchtete Kraut- und Braunfäule-Krankheit auf die Pflanzen übertragen werden. Sind sie befallen, fangen die Blätter an zu welken und die Früchte kriegen braune Flecken und werden hart. Bei viel Regen empfiehlt sich daher eine Überdachung als Schutz vor Kraut- und Braunfäule. Gut geschützt stehen sie zum Beispiel an einer überdachten Hauswand oder Du verwendest ein Tomatenzelt, das Du im Gartencenter kaufen kannst. Oder Du greifst gleich beim Kauf auf hochtolerante Sorten wie ‚Philona‚ und ‚Philovita‚ zurück, die einen Befall meist größtenteils unbeschadet überstehen.

 


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