Winterveilchen pflanzen und pflegen

Mit ihren bunten und interessant geformten Blüten erinnern die Winterveilchen ein bisschen an die aufgeweckten und neugierigen Gesichter kleiner Kinder. Die hübschen Pflanzen gehören zu den beliebtesten Winterblumen – doch woran liegt das?

Winterveilchen begeistern vor allem durch ihre Winterhärte und ihre wunderschönen Blüten. Selbst von winterlichen Temperaturen lassen sie sich nicht einschüchtern und sorgen gerade während der dunkleren Monate im Garten oder auf dem Balkon für bunte Farbtupfer. 

Was sind Winterveilchen?

Sowohl die klassischen Hornveilchen (Viola cornuta) als auch die Stiefmütterchen (Viola wittrockiana) bevorzugen kühlere Temperaturen und milden Sonnenschein. Sie sind daher sehr gefragt, um die Beete und Kübel im Herbst und Frühjahr zu verschönern. Die winterharten Varianten der Hornveilchen und Stiefmütterchen können darüber hinaus jedoch auch noch während des Winters für bunte Abwechslung im Garten oder auf dem Balkon sorgen! Sie lassen sich in ihrer Lebensfreude von der winterlichen Kälte kaum beeinträchtigen und vertragen selbst harte Fröste, weshalb sie den Namen „Winterveilchen“ bekommen haben.

Winterveilchen: Winterharte Hornveilchen und Stiefmütterchen

Zu den Winterveilchen gehören demnach die besonders frostunempfindlichen und winterharten Hornveilchen (Mini-Winterveilchen) und die ebenso winterharten Stiefmütterchen (Midi-Winterveilchen). Während die Mini-Winterveilchen mit kleinen Blütengesichtern und einen flachen, kriechenden Wuchs begeistern, überzeugen die Midi-Winterveilchen mit größeren Blüten und einem kräftigen, leicht überhängenden Wuchs. Daher werden die Mini-Winterveilchen als ‚Ice Babies®‚ und die Midi-Winterveilchen als ‚Ice Teenies®‚ bezeichnet.

Winterveilchen blühen selbst bei Minusgraden

Die kleinen Winterveilchen überzeugen nicht nur mit ihrer Frostunempfindlichkeit und ihrer Winterhärte, sondern auch mit ihrer Leidenschaft, laufend neue, farbenfrohe Blüten zu bilden. Selbst nach harten Frösten rappeln sie sich wieder auf und blühen unermüdlich – bis sich die nächste längere Frostperiode ankündigt. So hat man gerade in milden Wintern mit wenig harten Frostperioden nahezu durchgehend ein kleines Blütenparadies im Garten.

Winterveilchen pflanzen: Der Pflanzzeitpunkt

Die idealen Pflanzzeitpunkte für Winterveilchen liegen zwischen Februar und März sowie zwischen September und Oktober. Selbst im November können noch Winterveilchen gepflanzt werden, solange die Witterung es zulässt und der Boden noch nicht gefroren ist. Und auch in Kübel und Töpfe können die Winterveilchen noch spät gepflanzt werden. Die Pflanzen stören sich auch nicht daran, wenn sie erst, kurz bevor der Frost ausbricht, in den Garten gepflanzt werden. Nur an die warme Zimmertemperatur sollte man sie vorher nicht gewöhnen. Am besten pflanzt man die Winterveilchen wie auch andere Winterblumen wie Schneerosen oder Christrosen direkt nach dem Einkauf in den Garten pflanzen.

Winterveilchen im Herbst pflanzen

Da die Winterveilchen keine ausdauernden Pflanzen sind und die warmen Temperaturen im Sommer nicht überstehen, bietet es sich an, die Winterveilchen im Herbst zu pflanzen. So hat man von Oktober bis in den Frühling hinein eine wunderschöne Blütenpracht. Pflanzt man die Hornveilchen oder Stiefmütterchen dagegen im Frühjahr, kann man sich zwar bis in den Sommer hinein an ihnen erfreuen, spätestens jedoch wenn das Wetter wärmer wird, gehen die Pflanzen ein – und kommen auch im Herbst nicht wieder. 

Winterveilchen pflanzen: Der perfekte Ort

Ob im Blumenbeet oder im Balkonkasten – die kleinen Winterveilchen sind relativ anspruchslos, was ihre Standortbedingungen betrifft. Lediglich zu schattig möchten sie nicht stehen. Ein sonniger bis halbschattiger, heller Platz ist optimal. Außerdem bevorzugen die robusten Pflanzen eine humose und durchlässige Erde.

Winterharte Balkonpflanzen oder Beetpflanzen

Im Garten können die kleinen Winterveilchen gut zur Unterpflanzung von Immergrünen oder Hochstämmchen verwendet werden. Aber auch in Kübeln, winterlichen Schalen oder in Balkonkästen sehen die winterharten Hornveilchen und Stiefmütterchen toll aus! Gerade durch den leicht überhängenden und kriechenden Wuchs sind die ‚Ice Teenies®‘ und die ‚Ice Babies®‘ gut für Ampeln oder Balkonkästen geeignet. Besonders hübsch wirken sie in kleineren Grüppchen. Kombiniert man die verschiedenen Farben der Winterveilchen miteinander, kann man dadurch schöne Kontraste und Farbverläufe erzielen. So bilden die dunkelroten Blüten des Mini-Winterveilchens ‚Ice Babies® Scarlet‚ mit den weißen Blüten des Mini-Winterveilchens ‚Ice Babies® White‚ einen wunderschönen, starken Kontrast, wohingegen man mit einer Kombination aus verschiedenen Blau blühenden Winterveilchen einen sehr harmonischen Farbverlauf kreieren kann.

Winterveilchen einpflanzen

Um das Wachstum der Veilchen und die Bildung neuer Blüten zu fördern, verwendet man bereits beim Einpflanzen etwas Dünger. Entweder nutzt man vorgedüngte Blumenerde oder man arbeitet vor dem Einpflanzen genügend organischen Humus in die Erde ein. Ungefähr einen Esslöffel voll Hornspäne pro Winterveilchen können auf die Beete oder im Blumenkasten verteilt werden. Beim Pflanzen wird der Dünger dann leicht in die Erde eingearbeitet und ist dadurch für die Pflanzenwurzeln besser erreichbar. Die Veilchen werden im Abstand von circa 15-20 cm in die Erde gesetzt. Vor dem Einpflanzen kann man den Wurzelballen leicht auseinanderzupfen – das regt das Wachstum der Pflanzen an. Nach dem Einpflanzen sollte man das Angießen nicht vergessen!

Regelmäßige Nährstoffgaben fördern das Wachstum

Auch nach dem Einpflanzen sollte man die Veilchen, gerade wenn sie in Töpfen oder Kübeln stehen, regelmäßig mit Nährstoffen versorgen, um sie in ihrem Wachstum zu unterstützen. Im Winter benötigen die Winterveilchen kaum Dünger. Erst wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen im Februar scheinen, empfiehlt es sich, ungefähr zwei- bis viermal im Monat etwas Flüssigdünger ins Gießwasser zu geben.

Auch im Winter muss man gießen

Winterveilchen benötigen aber nicht nur Nährstoffe, sondern auch Wasser, um zu überleben. Gerade im Winter leiden viele Winterblumen eher an Trockenheit als an der Kälte. Am besten macht man die Fingerprobe: Fühlt sich die Erde noch feucht an, braucht das Veilchen noch kein Wasser. Ist die Erde bereits trocken, kann man wieder gießen. Bei Topfpflanzen sollte man darauf achten, dass das Wasser durch ein Abzugsloch abfließen kann. Kann das Wasser nicht ablaufen, besteht die Gefahr, dass die Wurzeln anfangen zu schimmeln.

Frost – was muss man beachten?

Zwar sind die Winterveilchen sehr frosthart, weshalb ihnen die Kälte des Winters nichts ausmacht. Wenn jedoch im Winter die Erde gefroren ist und Wind und Sonne die Pflanzen austrocknen, können die Veilchen innerhalb weniger Tage verdursten. Um sie davor zu schützen, deckt man sie mit einigen Zweigen Tannengrün oder Reisig zu. Dadurch sind die Winterveilchen vor Wind und der austrocknenden Wintersonne geschützt. Wenn keine dauerhaften Fröste mehr zu erwarten sind, kann man die Abdeckung wieder entfernen, damit die Pflanzen wieder Licht und Luft bekommen.

Winterveilchen pflegen: Blüten ausputzen

Wer sich lange an der hübschen Blütenpracht der Winterveilchen erfreuen möchte, sollte die Blüten regelmäßig ausputzen. Dadurch steckt die Pflanze ihre Kraft nicht in die Samenproduktion, sondern in die Blüte. Ausputzen bedeutet, die verblühten Blüten zu entfernen. Im Frühjahr nach der Blüte kann man die Winterveilchen dann durch hübsche Sommerblumen ersetzen.

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